Traumatherapie, Gesprächstherapie, Hypnotherapie und Teilearbeit (Ego-State-Therapie), imaginative und ressourcenorientierte Psychotherapie sowie Vorsorge und Nachsorge in Tübingen

Prüfet alles - und das Gute behaltet (Thessalonicher 5,21)

Unser Ziel ist es, mit unserer Ratsuchenden oder Patienten möglichst wirksam zu arbeiten und dabei eine Überforderung zu vermeiden. Wir nutzen dabei moderne Methoden der Psychotherapie und insbesondere der Traumatherapie, die mit Verstand, Gefühlen und Körper arbeiten.

Vielfältige Therapiemethoden sind ein Schlüssel zur Lösung

Ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit wie auch unserer Ausbildung und Fortbildung ist die Traumatherapie und die Arbeit mit anderen einschneidenden Erfahrungen. Wir haben Erfahrungen in der Therapie bei (früh)-kindlichem Missbrauch durch sexuelle Übergriffe, Gewalt und Vernachlässigung, mit Kriegserfahrungen insbesondere von Kindern, mit von Eltern übernommenen Kriegstraumata, sexueller und physischer Gewalt, Krankheiten und extreme Trauerreaktionen. Dies betrifft besonders die posttraumatische Belastungsstörung und andere traumatypische Belastungen mit und ohne Krankheitswert. Wir folgen dabei dem so genannten SARI-Modell

Stabilisierung Sanfte Krisen- und Traumatherapie (u.a. nach Luise Reddemann)

Die Arbeit mit inneren Bildern und Vorstellungen (Imagination) erlaubt es, verstandesmäßig Erarbeitetes zu verankern und negative Erfahrungen neu zu bewerten. Dies ermöglicht es, zu stabilisieren, zu entdecken, Ressourcen zu aktivieren. Eine besondere Rolle spielt dabei der sogenannte "Sichere Ort" oder "Wohlfühlort". Diesen aktivieren wir auch hypnotherapeutisch und verbinden dies mit Übungen, die Ratsuchende und Patieten selbstständig durchführen können.

Dabei steht gerade bei traumatischen Belastungen das Stabilisieren im Mittelpunkt. Denn Stabilisierung ist die Voraussetzung dafür, eine schützende Distanz zu schaffen und Verletzungen mit sanften Methoden aufzudecken und neu ins Leben zu integrieren.

Auch Entspannungs- und Distanzierungstechniken sind für uns sehr wichtig, um aus aktuen Belastungen und Stress auszusteigen.

Ego-State-Therapie: Die Arbeit mit Ich-Zuständen / Inneren Anteilen nach Woltemade Hartman, Kai Fritzsche und Jochen Peichl

Die Arbeit mit Persönlickeitsanteilen, insbesonder auch aus Kindheit, Jugend und Situationen mit großen Verletzungen kann die Chancen von Tiefenpsychologie, ressourcenorientierter Psychotherapie und Körperwahrnehmung miteinander verbinden. Ziel ist ein gutes Miteinander von verschiedenen Ich-Zuständen oder Persönlichkeitsanteilen (Ego-States), das an die Stelle innerer Konflikte tritt. Dabei bietet das Entdecken von Stärken einzelner Persönlichkeitsanteile besondere Chancen. Diese Arbeitsweise ist besonders hilfreich bei starken Belastungen und Traumatisierungen sowie bei inneren Konflikten.

Hinzu kommen Anstöße aus der hypnosystemischen Trauerbegleitung (R. Kachler) besonders nach schweren Verlusten und bei besonders lang anhaltender Trauer.

Körperwahrnehmung (u.a. nach Peter Levine, Sônia Gomes und Marcelo Muniz)

Durch Methoden der Körperwahrnehmung und - natürlich nur nach ausdrücklicher Zustimmung von Ratsuchenden und Patienten - Körperberührungsarbeit können tiefe Verletzungen und Blockaden aufgelöst werden. Dieses "SOMA" eine Weiterführung  des Somatic Experiencing. Mit Körperberührung arbeiten wir nur auch Wunsch und nach genauer Absprache. Wir verwenden es auch in Verbindung mit Ego-State-Therapie, Hypnotherapie und im Zusammenhang mit EMDR.

Ressourcenorientierte Psychotherapie, Hypnotherapie und Imagination (u.a. nach Milton Erickson)

Durch Ressourcen, verhaltens- und lösungsorientierte Methoden lassen sich oft aktuelle Belastungen und Krankheitssymptome vergleichsweise schnell minimieren. Durch hypnotherapeutische Methoden können innere Blockaden gut überwunden werden, da mit emotionalen, unwillkürlichen Ebenen gearbeitet wird. Außerdem bieten sie Zugang zu tiefliegenden Veränderungsmöglichkeiten im seelischen und im körperlichen Bereich. Dabei stehen der Auftrag und die Vorgaben unserer Patienten und Ratsuchenden im Mittelpunkt. Der Selbstschutz bleibt auch bei dieser Therapietechnik erhalten.

Prozessorientierte Methoden (EMDR nach Francine Shapiro und CIPBS nach Christa Diegelmann)

Mit EMDR und CIPBS können wir Methoden anbieten, die Verarbeitungsprozesse ähnlich der sogenannten REM-Phase beim Schlafen auslösen. Dies geschieht entweder durch Augenbewegungen oder durch Tappen auf Oberschenkel oder Oberarme. CIPBS ist dabei eine Maltechnik. Auch diese Methoden setzen wir nur nach ausdrücklicher Absprache ein.

Kognitive und emotionale Arbeit mit den ganz persönlichen inneren Mustern (u.A. in Anlehnung an Alfred Adler und Eric Berne)

Die analytische Arbeit auf der Grundlage der Individualpsychologie Alfred Adlers und seiner Schüler dient dazu, die innere Logik zu entdecken und zu gestalten. Sie ist eine Form der klassischen Tiefenpsychologie und hilft uns, die Auswirkungen der Lebensgeschichte zu verstehen. Die Fragen nach  Minderwertigkeitsgefühlen, Machtsituationen und insbesondere nach grundlegenden Zielen und der Lebensfokussierung steht dabei im Mittelpunkt und sind auch heute ein wichtiger Aspekt. Eine Ergänzung ist die Arbeit im Sinn von Eric Berne, der nach dem Verhältnis von Kind-Ich und Eltern-Ich zum erwachsenen Ich fragt. Sie kann eine Brücke zur Arbeit mit inneren Anteilen sein.

Die Gesprächstherapie nach Carl Rogers kann ein wichtiges Element der Therapie für uns sein, wo der Einsatz tiefergehender Methoden nicht gewünscht oder nicht möglich ist.

Vorsorge und Nachsorge: Auch hier können Tiefentspannung und Hypnotherapie sowie das erlernen von Selbsthypnose und Autogenem Training hilfreich sein. Besonders wirksam sind diese Techniken in Verbindung mit SOMA (s.o.)

Zusätzlich verwenden wir auch einzelne Elemente

  • der rational-emotiven Therapie (A. Ellis),
  • der Logotherapie (V. Frankl),
  • der lösungsorientierten Kurzzeittherapie (S. de Shazer),
  • kognitiven Therapie (A. Beck),
  • systemischen Familientherapie (V. Satir) und der
  • hypnosystemischen Therapie (G. Schmidt)

Außerdem legen wir viel Wert auf die sogenannte Psychoedukation, bei der wir Zusammenhänge und Lösungsmöglichkeiten ausführlich erklären und Lösungswege nach den Maßstäben unserer Ratsuchenden und Patienten erarbeiten.

Die individuelle Verbindung dieser Konzepte entsprechend den Bedürfnissen von Ratsuchenden und Patienten ist nach unseren Erfahrungen besonders hilfreich. Auf dieser Grundlage arbeiten wir in Lebenskrisen, Paartherapie und Stressbewältigung, bei Depression, Angststörungen und schweren traumatischen Belastungen, bei Belastungen durch Kindheitserfahrungen und Bindugsstörungen sowie bei körperlichen Symptomen, die auch eine seelische Ursache haben und an der psychischen Bewältigung von körperlichen Krankheiten. Wir haben dazu eine umfangreiche Ausbildung absolviert und bilden uns ständig weiter.   Wir dürfen als psychotherapeutische Heilpraktiker mit psychotherapeutischen Mitteln Krankheiten vorbeugen, feststellen, lindern und heilen.